Sicherheitsempfinden in sozialen Netzwerken unter Einfluss personalisierter Werbung
Die Bildung des Sicherheitsempfindens in sozialen Netzwerken unter Einfluss personalisierter Werbung
Zusammenfassung:
Gegenstand dieser Arbeit ist eine explorative empirische Studie über das Sicherheitsempfinden in sozialen Netzwerken. Behandelt wird die Bildung von Vertrauen zum jeweiligen Betreiber einer Plattform und der Einfluss personalisierter Werbung auf dieses Verhältnis. Im Verlauf der Studie werden der vertrauensvolle Umgang mit den Benutzerinformationen und der technologisch basierte Schutz dieser Daten als entscheidende Faktoren aufgezeigt. Weiterhin ergibt sich, dass die primären Erwartung der Mitglieder an Ihre Plattform Kontaktpflege und Kommunikation lauten. Werbung im allgemeinen wird als tolerierbares Übel definiert. Personalisierte Werbung erweist sich zum momentanen Zeitpunkt als gering praktizierbar. Entsprechend wird durch die Datenklasse der persönlichen Interessen ein Ansatzpunkt geliefert, den Mitgliedern die Benefits personalisierter Werbung nahezubringen. Kollaborationen die auf der Weitergabe persönlicher Daten beruhen erweisen sich als gegenläufiger Vertrauensfaktor. META-dienste hingegen stellen sich als sinnvolle, zukunftsorientierte Weiterentwicklungen heraus. Ein weiterer Aspekt ist durch die Kommunikation zwischen Plattform und Benutzer gegeben. Hierbei obligt es dem Betreiber sich so einfach und deutlich wie möglich zu präsentieren. Folglich stehen die allgemeinen Geschäftsbedingung oftmals im Widerspruch zu diesen Anforderungen. Abschließend wird der sinnvolle Einsatz eines Verifizierungsdienstes erörtert und die Nutzung des eurpäischen Datenschutzsiegels EuroPrise als Lösungsansatz dargelegt.